7. Jahrgang Ausgabe 1/02

Inhalt:

Leitartikel: 2. Platz bei Staatsmeisterschaften für Tulbingerin

Hilfe, das Aquarium brennt ...

Kurz notiert ...

Betriebsvorstellung: Gasthaus Stelzen Peter

Wienerwald Millennium

Beachvolleyball-Turnier

Gold für Bäckerlehrling

FF-Fest Katzelsdorf

Eröffnung des Musikerheimes

Schülerkonzert der Blasmusik Tulbing

Dorfbrunnen Katzelsdorf wird eingeweiht

Unabhängiger Geselligkeitsverein

Ein Wildschwein kommt selten allein

Frühlingsliedertafel

Pensionistenverband

Der ÖKB stellt sich vor

Seniorenbund

Mozart und mehr - Amadeus Brass Quintett im VAZ

Wir fragen Dr. Kaiser: Was tun bei Allergien ?

100. Geburtstag von Leopold Figl

Sehr geehrte Leser


 

2. Platz bei Staatsmeisterschaften für Tulbingerin


Hanni und Marlies beim Training.

Bei den am 22. Juni in Graz stattgefundenen Staatsmeisterschaften in Sportakrobatik erreichte die 15jährige Katzelsdorferin Johanna Ferstl gemeinsam mit ihrer Partnerin Marlies Müllner (10 Jahre) in der Damen-Klasse A (der schwierigsten Kategorie) hinter einer Tullner Formation den 2. Platz.

Diese bei uns eher unbekannte Sportart hat ihre Wurzeln bereits in der frühen Antike und in den frühen Hochkulturen. Neben Gauklern und Zauberern gab es auch damals Akrobaten, die mit ihren Darbietungen das Publikum erfreuten. Perfektioniert wurde die Akrobatik seit jeher in den chinesischen Zirkusschulen.
Die heutige Form der Sportakrobatik umfasst auch Elemente des Tanzes, des Balletts und des Bodenturnens. Mit einer entsprechenden Choreographie wird eine Kurübung - bestehend aus Balanceübungen und Tempoübungen - einstudiert, die beim Wettkampf dargeboten wird.
Geturnt wird in 5 verschiedenen Formationen: Damenpaar, Männerpaar, gemischtes Paar, in einer Damengruppe von 3 Frauen oder in Herrengruppen von 3 oder 4 Sportlern. Charakteristisch sind die Wurf- und Fangteile, die zwar spielend leicht ausschauen, dem Zuschauer aber zum Teil den Atem anhalten lassen.
Der Gewichtsunterschied zwischen den Partnern sollte übrigens mindestens 20 kg betragen. Neben den hohen sportlichen Anforderungen darf auch der soziale Aspekt nicht vergessen werden, denn ein harmonisches Zusammenwirken ist nur möglich, wenn die Sportler ihren Partnern blind vertrauen können.
Hanni Ferstl übt diese Sportart seit nunmehr acht Jahren in einem Tullner Verein aus und hat bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen etliche Erfolge, darunter einen Staatsmeistertitel vor zwei Jahren, erzielt. Auch ihre Schwester Katharina Ferstl, die bis vor einem Jahr aktiv dabei war, erreichte bei der letztjährigen Staatsmeisterschaft in der B-Klasse einen 1. Platz. Ihre Mutter, Susi Ferstl, ist in diesem Bereich seit sechs Jahren als Kampfrichterin, seit vier Jahren auch bei internationalen Bewerben, tätig.
Die regelmäßigen Trainingseinheiten (drei Mal die Woche) bestehen zum Teil auch aus Konditionsaufbau, Krafttraining und Dehnungsübungen. Verletzungen ziehen sich die Sportler zum Glück nur selten zu, auch wenn manche Übungen für den Betrachter relativ gefährlich aussehen. Die Wurfteile werden mit Sicherung solange geübt, bis sie den Turnern in Fleisch und Blut übergegangen sind.
Hanni Ferstl war bis vor eineinhalb Jahren Oberpartnerin, seit einem Jahr trainiert sie nun als Unterpartnerin mit Marlies Müllner.
Wir gratulieren und wünschen für die sportliche Zukunft weiterhin alles Gute.
(ap)

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Hilfe, das Aquarium brennt...

Unglaubliches spielte sich vor einiger Zeit an einem Sonntag Vormittag im ehemaligen Büro der Firma Eigner & Rothbauer in der Wilfersdorfer Dorfstraße ab.
Ein Aquarium hätte um Haaresbreite das gesamte Gebäude in Schutt und Asche gelegt. Also ein Aquarium kann ja bekanntlich schlecht brennen, aber da gibt es eine Pumpe, und die hängt am Stromnetz. Durch einen Defekt dieser Pumpe kam es zu einem Kabelbrand, der in weiterer Folge einen Holzsteher und einen Teil der Deckenverkleidung zum Schmoren brachte. Glücklicherweise wurde der Schwelbrand von Frau Eigner rechtzeitig entdeckt. Das war purer Zufall, denn sie kam nur ins Gebäude, um sich für den Kirchgang ein Kostüm zu holen. Als sie den beißenden Rauch bemerkte, rief sie sofort ihren Schwiegersohn an, der war sehr schnell zur Stelle und konnte mit Hilfe des Gartenschlauches Schlimmeres verhindern.
Neben einem großen Sachschaden fielen auch die im Aquarium befindlichen Fische dem Feuer zum Opfer. Durch die starke Hitzeentwicklung befand sich kein Tropfen Wasser mehr im Aquarium.
(ah)

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Kurz notiert ...

Kapellmeisternachwuchs

Auch von der Blasmusik Tulbing gibt es wieder Erfreuliches, wenn auch nicht von der musikalischen Seite zu berichten. So dürfte die Leitung der Kapelle für die nächsten Jahrzehnte gesichert sein, denn im Hause Hemmelmayer konnte man sich über Nachwuchs freuen. Am 4. Februar 2002 erblickte Alexander im Krankenhaus Tulln das Licht der Welt. Mutter und Sohn geht es gut, und auch der Vater, Kapellmeister Karl Hemmelmayer, soll nach den anstrengenden Stunden bzw. Tagen nach der Geburt wieder wohlauf sein. Wir wünschen dem neuen Erdenbürger und seiner Familie alles Gute.
(mw)

Jubiläumskonzert des Tullnerfelder Bäuerinnenchors

Seit zehn Jahren besteht nun der „Tullnerfelder Bäuerinnenchor“. Aus diesem Anlass fand im VAZ Tulbing ein Jubiläumskonzert statt. Mit dabei waren auch der Männergesangverein Totzenbach sowie die Tulbinger Weissbacher Musikanten.
Über 300 Besucher genossen das abwechslungsreiche Programm, und die anwesenden Ehrengäste gratulierten dem Bäuerinnenchor zu seinem Jubiläum.
(mw)

Neuer Wandervereinsobmann

Einen Wechsel an der Spitze des Wandervereines gab es bei der Generalversammlung im Gasthaus Pfaller. Obmann Herbert Mocker, der seit der Gründung im Jahr 1971 dem Verein vorstand, legte sein Amt zurück. Sein Nachfolger, Josef Resch jun., wurde von den Anwesenden einstimmig zum neuen „Chef“ gewählt.
Bgm. Eckerl dankte dem scheidenden Obmann für sein Wirken in den vergangenen Jahren und gratulierte zur Ernennung zum Ehrenobmann.
(mw)

KREK-Logo wurde prämiert

Im Rahmen des Kleinregionalen Entwicklungskonzeptes (KREK) wurden die Schüler der Volksschulen der vier Gemeinden der Kleinregion in einem Wettbewerb angehalten, ein KREK-Logo zu entwickeln.
Die besten Bilder wurden am Samstag, den 29. Juni 2002, beim Musikfest in Tulbing vorgestellt und prämiert. Die Kinder waren angesichts dieser doch recht schwierigen Aufgabe nicht ratlos, und so zeigten die Werke ein immenses Maß an Kreativität und Ausdrucksstärke.
Ein professionelle Grafiker soll nun aus den vorliegenden Vorschlägen das fertige Logo entwickeln.
(ap)

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Betriebsvorstellung: Gasthaus Stelzen Peter


Die neue Wirtin bei der Arbeit.

Nachdem das Gasthaus auf Grund der schweren Krankheit und des Ablebens der allseits beliebten Wirtin Christa Peter für lange Zeit geschlossen war, herrscht nun seit 15. Jänner 2002 wieder reger Betrieb in der Gaststube.
Die neuen Betreiber, Hana und Jiri Benes, kamen 1981 aus der damaligen Tschechoslowakei als Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse mit ihren beiden Töchtern nach Österreich. Nach kurzer Zeit im Lager Traiskirchen und einem mehrjährigen Aufenthalt in einem steirischen Flüchtlingsquartier erfüllte sich 1985 ihr Wunsch, ein Lokal übernehmen zu können. Im 15. Bezirk in Wien konnten die gelernten Gastronomen mit dem Aufbau einer neuen Existenz beginnen. Das Lokal wurde bald zu klein, und die Suche nach einem größeren führte sie nach Wolfpassing, wo sie 1995 das Gasthaus Figl als Pächter übernahmen.
Als sie vergangenen Herbst davon hörten, dass für den “Stelzen Peter” Pächter gesucht werden, nützten sie die Gelegenheit. Sie übernahmen damit ein Gasthaus, dass auf eine lange Geschichte zurück blicken kann. 1912 kaufte die Familie Grünwald aus Wien das Lokal. Fleischermeister Peter ehelichte eine der 3 Töchter dieser Familie und führte mit ihr das Gasthaus ab 1940. Nach dem Krieg fand der erste größere Umbau statt. 1947 wurde der Dachstuhl gehoben und die Gaststube renoviert.
1975 übernahm Oskar Peter mit seiner Gattin Christa das Gasthaus von seinen Eltern. Im Jahre 1982 erfolgte ein weiterer großer Umbau, bei dem neben der Erneuerung der Gaststube auch der Eingang von der Straße in den Vorgarten verlegt wurde. Bis 1987 war auch eine Fleischerei an das Gasthaus angeschlossen.
Mit den neuen Pächtern hat auch die böhmische Küche in Katzelsdorf Einzug gehalten. Eine weitere Novität sind die Countrymusicabende, bei denen ein Hauch des Wilden Westens durch die Gaststätte weht.
(ah)

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Wienerwald Millennium

Unser freier Mitarbeiter Karl Mocker ist unter die Autoren gegangen. Anlässlich des Wienerwald Millenniums gab er mit zwei Tourismuskollegen eine Broschüre über die 25 Aussichtswarten im Wienerwald heraus. Die 128-seitige Broschüre im Taschenbuchformat wurde am 16. Juni 2002 bei einer Festveranstaltung im Stift Heiligenkreuz präsentiert, bei der Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. Michael Häupl, anwesend waren. Die Broschüre kann bei Karl Mocker zum Preis von € 3,- erworben werden.
Herr Mocker hat sich übrigens nicht nur mit den Aussichtswarten des Wienerwalds beschäftigt, er hat auch alle Aussichtswarten Niederösterreichs (76), Wiens (4) und des Burgenlands (6) besucht, fotografiert und dokumentiert.
(Karl Mocker)

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Beachvolleyball-Turnier

Am 3. und 4. August 2002 findet auf dem Beachvolleyball-Platz in Wilfersdorf bereits zum 4. Mal das Beachvolleyball-Turnier statt.
Am Samstag findet das 2er Beach-Turnier statt, am Sonntag das Turnier für 4er-Mannschaf-ten. Dazwischen werden Gemeindevertreter sowie Vertreter diverser Vereine erstmals bei einem Bocciaturnier herausgefordert. Sowohl Sportler als auch interessierte Besucher werden selbstverständlich mit reichlich Speisen und Getränken versorgt.
(ap)

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Gold für Bäckerlehrling 

Der Wilfersdorfer Bernhard Nagl wurde beim Landeslehrlingswettbewerb in Baden zum besten Bäckerlehrling Niederösterreichs gewählt.
Bewertet wurde die Herstellung von Brot, Hand-, Fein- und Flechtgebäck, fachbezogene Lebensmittelkunde und Mengenberechnung. Bernhard Nagls handwerkliches Talent und nicht zuletzt seine Freude am Backen überzeugten die fachkundige Jury, und so wurde der junge Mann unter den 20 Jahrgangs-besten mit Gold belohnt. Stolz ist man freilich auch in der Bäckerei Hebenstreit auf den ausgezeichneten Lehrling.
(ap)

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FF-Fest Katzelsdorf

Das Gartenfest der Feuerwehr Katzelsdorf war wie immer gut besucht. Auch der starke Regenguss am Samstag Abend konnte der Stimmung keinen Abbruch tun. Höhepunkte waren die Juxwettkämpfe - der SK Tulbing ging dabei als Sieger hervor - sowie die große Tombola-Verlosung am Sonntag, bei der es viele schöne Preise, darunter ein Wandsystem der Fa. Thalia Möbel, zu gewinnen gab.
(ap)

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Eröffnung des Musikerheimes


Das Konzert des Männerchors im neuen Proberaum.

Vom 28. bis 30. Juni wurde das neu errichtete Musikerheim und der Zubau zum Veranstaltungszentrum Tulbing im Rahmen des dreitägigen Musikfestes offiziell eröffnet. Zum Festakt waren zahlreiche Ehrengäste aus Land, Bezirk und Gemeinde erschienen. Bgm. D.I. Eckerl erzählte von der Planung und Umsetzung des Projekts und lobte in diesem Zusammenhang den MGV, der mit über 3000 Stunden Eigenleistung bedeutend zum Gelingen beitrug.
Obwohl das Wetter am Freitag und Samstag für einen Festbetrieb im Freien sehr unbeständig war (dafür war's am Sonntag um-so schöner), kamen zahlreiche Besucher zum VAZ, um sich eine der vielen musikalischen Darbietungen anzuhören, etwas Gutes zu speisen oder einfach das so viel diskutierte Musikerheim einmal selbst zu begutachten. Das musikalische Programm an diesem Wochenende war reichlich: Es spielten vier Gastkapellen (Blasmusik Königstetten, Blasmusik Wösendorf, Windhager Dorfmusikanten, Blasmusik Sieghartskirchen). Am Samstag gab es ein Konzert verschiedener Junior Wind Bands, ein Chorkonzert des Männerchors und des Kirchenchors sowie am Abend Tanzmusik mit der Gruppe „Allerhand“.
Der MGV erhielt von der FF Tulbing im Namen des Landesfeuerwehrkommandos die Florianiplakette, die höchste Auszeichnung für Förderer der Feuerwehr, verliehen. Von Seiten des MGV wurden Personen und Firmen geehrt, die den Bau des Musikerheimes besonders unterstützt haben.
Durch ihr Engagement und ihre fleißige Mithilfe beim Musikfest zeigten die Mitglieder der Blasmusik und des Männergesangvereins ihre Dankbarkeit und Freude über das neue Musikerheim.
(ap)

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Schülerkonzert der Blasmusik Tulbing


Die Junior Wind Band in Aktion.

Am Samstag, den 1. Juni 2002, fand im VAZ Tulbing das jährliche Schülerkonzert der Blasmusik Tulbing statt. Ungefähr 70 junge Musiker zeigten vor einem Publikum von ca. 200 Besuchern, was sie im letzten Jahr gelernt haben. Das Programm umfasste zwei Begrüßungslieder und einen Tanz der Musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Aloisia Westermayer sowie Solo- und Ensemblebeiträge der Blockflötenklasse von Susanne Ferstl, der Klarinettenklasse von Barbara Hadwiger, der Querflötenklasse von Barbara Danzer, der Trompeten- und Tenorhornklasse von Karl Hemmelmayer, der Hornklasse von Andreas Simbeni, sowie der Schlagzeugklasse von Jürgen Heneis. Den Höhepunkt des Nachmittags bildete die Junior Wind Band unter der Leitung von Karl Hemmelmayer mit Stücken wie Flintstones, When Drummers Take Over The World und Nurock.
(Karl Hemmelmayer)

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Dorfbrunnen Katzelsdorf wird eingeweiht

Im Herbst diesen Jahres ist es endlich soweit: Der Dorfbrunnen am Hauptplatz in Katzelsdorf wird eingeweiht.
Durch den regen Besuch unserer Marktgemeindebewohner bei den alljährlichen Katzelsdorfer Dorffesten und nicht zuletzt auch durch die großzügige Spende des Schützenvereins wurden ca. € 22.000,- angespart. Dieser Betrag soll für die Errichtung des Dorfbrunnens verwendet werden.
Das Dorffest soll es allerdings auch in Zukunft geben. Über die Verwendung des sich daraus ergebenden Überschusses gibt es noch Gespräche. 
(nk)

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Unabhängiger Geselligkeitsverein

Höchst erfolgreich ging das Jahr 2001 des Unabhängigen Geselligkeitsvereines zu Ende.
Insgesamt gab es 27 Aktivitäten, davon drei Mehrtagesreisen (Madeira, Sachsen, Kärnten), sechs Bus-Tagesreisen, fünf Geselligkeitsnachmittage (teils mit Vorträgen), acht Heurigen-Nachmittage, weiters Jahreshauptversammlung, Faschingskränzchen, Theater- und Konzertbesuche sowie Weihnachtsfeier und anderes mehr.
Auch das Jahr 2002 ist hinsichtlich Aktivitäten wieder reichhaltigst bestückt. Neben drei Mehrtagesreisen (Toskana, Salzkammergut, Südtirol) stehen auch wieder viele Bus-Tagesreisen und andere interessante Aktivitäten auf dem Jahresprogramm. Sämtliche Mehrtagesreisen sind bereits ausgebucht.
Nähere Informationen sind bei Obmann Walter Fink zu erfragen.
Das erfolgreiche Team des Un-abhängigen Geselligkeitsvereines wird sich auch weiterhin bemühen, für alle Mitglieder in „parteiunabhängiger Form“ das gesellige Beisammensein lustig und fröhlich, aber auch erlebnisreich zu gestalten.
(Liebgard Fink)

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Ein Wildschwein kommt selten allein

Herr Pepi B. aus der Schulstraße hatte eines morgens gerade Brennholz aus dem Schuppen geholt und war damit zum Haus unterwegs, als ein Horde Wildschweine seinen Weg kreuzte. Fluchtartig hetzte er ins Haus und rief seine Gattin, um ihr zu erzählen, dass jede Menge Wildschweine im Garten sind. Sie konnte zuerst nicht glauben, was sie da hörte und sah ihrem Mann prüfend in die Augen. Hat er schon etwas getrunken um diese Zeit? Nein, Pepi B. war vollkommen nüchtern, rasch wurde der Fotoapparat gesucht, und es ging sich gerade noch ein verschwommenes Foto aus, bevor die Horde wieder das Weite suchte.
Vermutlich sind die Tiere dem Bachlauf vom Wald aus gefolgt und als sie merkten, dass sie mitten im Ortsgebiet waren, dürften sie den kürzesten Weg zurück gesucht haben. Dieser führte jedenfalls nicht durch Pepi B's Garten, aber sie sorgten damit dafür, dass sein Kreislauf gehörig in Schwung kam.
(ah)
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Frühlingsliedertafel

Als langjähriger Besucher der Frühlingsliedertafel würde man annehmen, dass eine Steigerung der Darbietung nicht mehr möglich ist. Doch weit gefehlt, die Musiker um Kapellmeister Karl Hemmelmayer haben es geschafft, 2002 noch eins draufzusetzen.
Der Männergesangsverein stand den Musikern um nichts nach. Einige der gut ausgewählten Stücke führten zu großem Gelächter im Publikum. Eine Bereicherung ist der neu hinzugekommene Friedrich Vesely, welcher mit seiner Mimik und Komik die Leute zum Schmunzeln brachte.
Dass die Kosten für den Zubau des Musikerheimes eine gut angelegte Investition sind, war spätestens bei den Darbietungen der „Junior Wind Band“ jedem Zuhörer klar. Bei diesem Nachwuchs kann man sich bereits auf die kommenden Liedertafeln freuen.
(nk)

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Pensionistenverband

Im Jänner verbrachten wir einen schönen Nachmittag in der Wiener Stadthalle bei „Holiday on Ice“.
Im Februar fuhren wir nach Zweiersdorf zum Spanferkelessen. Das Essen schmeckte köstlich, und wir verbrachten einen vergnügten Abend mit Tanz und Musik.
Im März unternahmen wir eine Busfahrt in die Toskana. Unser Hotel befand sich in dem Badeort Marina di Pietrasanta an der Versilia Küste. Bei schönem Frühlingswetter besichtigten wir St. Gimignano, Siena, Pisa und Florenz.
(Leopoldine Westermayr)

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Der ÖKB stellt sich vor

In unserer Marktgemeinde ist der Österreichische Kameradschaftsbund durch zwei Ortsverbände (Tulbing und Katzelsdorf) vertreten. Wobei sich der ÖKB Katzelsdorf auch um die Anliegen der Bewohner von Wilfersdorf und Chorherrn annimmt.
Beide Ortsverbände sind nach dem ersten Weltkrieg als Veteranenverband entstanden. Sie waren auf humanitäre und soziale Unterstützung von kranken und verwundeten Kriegern bzw. zur Unterstützung von Familien gefallener Kameraden ausgerichtet. Im Deutschen Reich wurden sie dem Reichskriegerbund, auch Kyffhauer genannt, eingegliedert. Nach dem zweiten Weltkrieg war vorerst keine Vereinstätigkeit erlaubt. Erst nach der Unterzeichnung des Staatsvertrags trat der ÖKB 1956 wieder in Erscheinung.
Die jetzige Tätigkeit bezieht sich auf die Pflege der Kameradschaft, die Mitarbeit im Zuge der Landesverteidigung mit Informationsveranstaltungen, Betreuung der Wehrpflichtigen, Ausrückung mit Fahne zu Angelobungen der Jungsoldaten, kirchlichen Feierlichkeiten, Begräbnissen und zu Allerheiligen zum Gedenken an verstorbene, gefallene und vermisste Soldaten, Exekutivbeamte und Kameraden. Weitere Anliegen sind die Schaffung und Erhaltung von Kriegerdenkmälern sowie die Unterstützung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, durch das auch ausländische Gedenkstätten errichtet und erhalten werden.
Weiters nimmt der Verband an verschiedenen sportlichen Wettbewerben teil. Da wir nicht auf Gewinn ausgerichtet sind, werden laufend andere Vereine, Körperschaften oder öffentliche Einrichtungen unterstützt, wie z. B.: der Kindergarten, die Volksschule, der Sportverein, die Kirche in Tulbing und in Chorherrn, die Blasmusik, die Feuerwehr, das St. Anna Kinderspital, das Rote Kreuz u.v.m.
Unsere Einnahmen rekrutieren sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden der Ortsbevölkerung, aus Reingewinnen von Veranstaltungen wie Bällen, Weinlesefesten oder Gesellschaftsschnapsen sowie einer kleinen Subvention seitens der Marktgemeinde. Wir sind natürlich immer an neuen Mitgliedern interessiert. Wir nehmen Aktive oder Milizangehörige des Bundesheers, der Exekutive, aber auch alle Personen auf, welche sich zu den Zielen des ÖKB bekennen und in diesem Sinne mitarbeiten. So haben wir in beiden Ortsverbänden ca. 100 Mitglieder. Wenn Sie Interesse haben, kommen Sie zu der einen oder anderen Veranstaltung unserer unpolitischen Gemeinschaft.
(eb)

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Seniorenbund

Bombenstimmung herrschte am 8. Februar beim Faschingskränzchen der Senioren, das im Gasthaus Pfaller stattfand. Die große Wirtsstube war bald dem Besucherdrang nicht mehr gewachsen, und so musste auch das Extrastüberl in Beschlag genommen werden. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Tulbinger Seniorentanzgruppe mit der Tritsch-Tratsch-Polka, für die die Tanzgruppe viel Applaus erhielt. Die wochenlangen Proben unter der Leitung von Helga Baumgartner hatten sich also gelohnt. Den musikalischen Teil besorgte ein „Seniorenpärchen“, das mit Zither und Ziehharmonika alte Weisen hervorzauberte, die bei den Besuchern sichtlich Anklang fanden.
Am 21. Februar lud der Obmann der Tulbinger Senioren, Ferdinand Lechner, Küchenleiter im ORF-Funkhaus in Wien, zu einem Besuch ins Funkhaus ein. Zur Begrüßung ließ Lechner seinen 54 Gästen auf eigene Kosten Kaffee und Torten servieren. Nach dieser Jause wurden die Senioren durch das Funkhaus geführt. Sie erfuhren dabei viel Interessantes und konnten sich auch als Reporter versuchen.
(Immanuel John)

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Mozart und mehr - Amadeus Brass Quintett im VAZ


Die Mitglieder des Amadeus Brass Quintetts.

Obwohl die fünf Musiker (Gerald Pfister und Karl Hemmelmayer an der Trompete, Andreas Simbeni am Horn, Rodrigo Mora-Pinzon an der Posaune und Franz Grießler an der Tuba) in ihrem Ensemble-Namen den Vornamen des österreichischen Komponisten führen, geht das Repertoire doch weit über Mozart und die Klassik hinaus. Das Ensemble zeigte in seinem Konzert im Veranstaltungszentrum Tulbing am 25. Mai 2002 - zu dem leider nur wenige Zuhörer gekommen waren - den ganzen Facettenreichtum ihrer Blechblasinstrumente.
Neben dem musikalischen Können der Ensemblemitglieder darf auch die Auswahl des Programmes als besonders ausgezeichnet bezeichnet werden. Nach dem klassischen Einstieg mit Mozarts Ouvertüre zu Figaros Hochzeit setzte man diese Linie fort. Bachs Preludium & Fuge, Samuel Barbers Adagio und drei Themen aus Mussorgskys Bilder einer Ausstellung stellten die Höhepunkte dar und wurden vom fachkundigen Publikum auch begeistert mit Applaus bedacht.
Der Bogen umspannte im zweiten Teil Stücke von Johann Strauß, John Philip Sousa, jazzige und poppige Werke bis zu Leonard Bernsteins West Side Story. Die Zuhörer waren dermaßen begeistert, dass noch drei Draufgaben, darunter Stevie Wonders Sir Duke, gespielt wurden.
(Karl Hemmelmayer)

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Wir fragen Dr. Kaiser: Was tun bei Allergien ?
  
Eine Allergie ist eine erworbene, durch das Immunsystem vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion gegen eine in der Umwelt vorkommende Substanz. Die Bereitschaft, Allergien zu entwickeln, ist genetisch verankert, daher ist das Allergierisiko bei Familien, in denen Allergien bekannt sind, erhöht. In Österreich leiden ca. 20 % der Bevölkerung an einer Allergie. Die Anzahl der Allergiker steigt jährlich an.
Die Allergieauslöser gelangen mit der Atemluft auf die Schleimhäute der Atemwege, die Haut, werden mit der Nahrung oder durch einen Insektenstich aufgenommen. Das Immunsystem zeigt dabei Abwehrreaktionen gegen Substanzen, die eigentlich den Menschen ursächlich nicht bedrohen, wie z. B. Blütenpollen, Staubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze, Nahrungsmittel, Bienengift, Medikamente, Metalle, Chemikalien etc.
Bei Kontakt mit dem Allergieauslöser wird das Immunsystems aktiviert und erzeugt Antikörper. Diese lösen bei neuerlichem Kontakt (und ab diesem Zeitpunkt bei jedem Kontakt) mit derselben Substanz Allergiesymptome hervor. Eine Allergie kann daher zu folgenden Erscheinungen und Beschwerden führen:

- Nase: Schnupfen, Niesen
- Augen: Bindehautentzündung
- Bronchien/Lunge: Husten, Bronchitis, Asthma
- Haut: Schwellungen, Ausschläge, Ekzem
- Magen-Darm Trakt: Durchfälle, Erbrechen
- Kreislaufsystem: Blutdruckabfall, Herzrasen, Schock (selten)

Prinzipiell sind Allergien nicht vollkommen heilbar. Die richtige Behandlung beeinflusst aber den Schweregrad und den Verlauf einer Allergie günstig. Abwarten nützt nichts - Allergien können einen folgenschweren Verlauf nehmen. So geht z. B. ein unbehandelter allergischer Schnupfen unter Umständen in Asthma über. Die Methode der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Allergie.
In einigen Fällen genügt es, den Auslöser zu meiden (z. B. bestimmte Lebensmittel oder Medikamente, Haustiere), bei Staubmilben gelingt oft durch konsequente Adaptierung der Wohnverhältnisse zumindest eine Allergenreduktion. Besonders der Sanierung der Schlafräume (hypoallergene Bettwäsche, keine Teppichböden, keine schweren Vorhänge, „Schmusetiere“ der Kinder in der Tiefkühltruhe durchfrieren, gute Lüftung, Staubsauer mit eigenen Filtern, Milbensprays) sollte besonderer Augenmerk geschenkt werden, denn man verbringt dort ca. 1/3 seines Lebens! Bei allergischem Schnupfen oder Bindehautentzündung ist oft eine lokale Anwendung von antiallerg. Nasen- oder Augentropfen ausreichend, bis die saisonale Pollenbelastung verschwunden ist. Schwerere Fälle werden systemisch mit Antihistaminika behandelt. Dabei gibt es gerade seit dem Frühjahr 2002 gute neue Entwicklungen am Medikamentenmarkt, die erfolgversprechend erscheinen und äußerst nebenwirkungsarm sind (Xyzall, Aerius).
Kortison zum Schlucken konnte in der Allergiebehandlung dank guter Antihistaminika weiter reduziert werden. Auch in der Hyposensibilisierung (das Allergen wird in Mikrodosierung verabreicht, damit sich der Organismus daran gewöhnt) wurden in der letzten Zeit starke Fortschritte gemacht. Was früher nur mit Spritzenkuren möglich war, geht heute über Tropfen und Tabletten, die man unter die Zunge legt.
In besonders schweren Fällen mit Schocksymptomatik wird man auf den Einsatz von Adrenalin, Kortison intravenös oder als Brausegetränk, Volumeninfusionen und Antihistaminika iv. nicht verzichten können.
Die Erfolge der Bioresonanz in der Allergiediagnostik und Therapie bleiben auf exemplarische Fälle beschränkt. Ein genereller Nutzen dieser Anwendung konnte statistisch nicht erwiesen werden. Auch Kalzium in der Allergiebehandlung hat keinen weiter zu verfolgenden Nutzen erbracht.

(Dr. Gerhard Kaiser)

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100. Geburtstag von Leopold Figl


Chrustschov und Figl im Jahre 1960.
  
Der berühmte Tullnerfelder Leopold Figl kam am 2. Oktober 1902 in Rust zur Welt. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium in St. Pölten. Danach studierte er in Wien auf der Hochschule für Bodenkultur.
Bereits in den 30er Jahren wurde er politisch tätig und wurde Direktor des NÖ Bauernbundes.
Während des Deutschen Reiches war er wegen oppositioneller Tätigkeit und Hochverrates in verschiedenen Konzentrationslagern. Die Rote Armee hat ihn nach dem Einmarsch befreit. 1945 stellte er sich sofort für eine politische Funktion zur Verfügung, er wurde Bauernbunddirektor, Landeshauptmann, Parteiobmann und Mitglied der provisorischen Staatsregierung. Er wurde Bundeskanzler und danach Außenminister. Sein Patriotismus und der Glaube an den Wiederaufbau Österreichs hat auch zur Unterzeichnung des Staatsvertrages beigetragen. So konnte Leopold Figl am 15. Mai 1955 den Vertrag im Schloss Belvedere mitunterzeichnen.
1959 schied er aus der Bundesregierung aus und wurde erster Nationalratspräsident. 1960 war Nikita Chrustschow auf Staatsbesuch in Österreich und besuchte Leopold Figl in Rust. Dabei kam es zu der legendären Kukuruz-Erdäpfel-Wette, welche heuer nachgemacht wird. 1962 wurde Figl Landeshauptmann, ein Amt, welches er bis zu seinem Tode am 9. Mai 1965 ausübte. Zu der heurigen Wette: Zwei Landwirte aus Rust füttern zur Zeit jeder ein Schwein, den Poldi mit Erdäpfeln und den Nikita mit Kukuruz. Es wurden Wetten abgeschlossen, dass das mit Mais gefütterte Schwein früher die 100 kg erreicht.
Neben der berühmten Weihnachtsansprache aus dem Jahr 1945, welche unser Bürgermeister schon öfter zitiert hat, ist eine andere Figl-Aussage (Ostern 1965) markant: „Sorgen wir dafür, dass jene Österreicher, vor allem die Jugend, auch über die jüngste Geschichte unseres Vaterlandes die ganze Wahrheit erfährt. Sagen wir ihr, wie sich alles zugetragen hat, und wie es kommen musste. Es war immer schon eine österreichische Sünde, dass jene schwiegen, die etwas sagen hätten müssen. Die aber lehrten und redeten, die besser geschwiegen hätten.“.

(eb)

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Sehr geehrte Leser!
  
Wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, sind wir mit den letzten zwei Ausgaben des Fragnerland Express ziemlich spät herausgekommen. Da für diese Zeitungsarbeit relativ viel Aufwand nötig ist und bei uns ein bisschen „die Luft draußen ist“, haben wir uns nach über 6 Jahren schweren Herzens entschlossen, vorerst eine Pause zu machen. Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Inserenten, die uns all die Jahre unterstützt haben, sowie bei unseren Lesern, die uns mit viel Lob und manchmal auch Kritik immer wieder motiviert haben.
Auf Wiederlesen!

Ihr Redaktionsteam
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Copyright © 2002 Fragnerland Express. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 10. Dezember 2002